20070227

WENN MANFRAU KEIN WISSEN HAT- Notizen TW-01

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Metawissenschaftliche Behandlung. Bsp. Spracherlernung. Analyse (Untersuchung) der Grundbegriffe, Methoden und Voraussetzungen der Wissenschaft. Schlüsselbegriffe, Methodologie (Bewußtmachen der Methoden), z.B. Methodenübertragung. Was geschieht, wenn manfrau Wissenschaft treibt?

Begriffsklärung
Die Bedeutung eines sprachlichen Ausdruckes (Wortes) oder einer Wortverbindung klären. Weiters die Verwendungsweise eines Ausdruckes. Den Sprachgebrauch untersuchen.
Unterscheidung zwischen notwendigen und hinreichenden Bedingungen.
Bsp.: "Demokratie", hier unterschiedliche Verwendungsweisen, wie wird der Ausdruck verwendet. Uneinheitlichkeit des Sprachgebrauchs.
x1..... xn = uneinheitlicher Sprachgebrauch, Mehrdeutigkeit

Begriffe, wissenschaftliche
Zitat nach Martin Irne, Sozialpsychologe:
Es werden widerspruchsfreie Definitionen, die unmittelbar angewendet werden können gebraucht. Operationalisierbare Begriffe. Wissenschaftliche Begriffe abstrahieren.
Reduktion auf Konstruktion. Ein Merkmalkomplex wird erfasst, Unwichtiges fällt weg.
Beispiel: Sandsieben im Sandkasten. Der Begriff filtert das Wichtigste heraus. Was im Sieb liegt ist etwas aus der Natur künstlich Geschaffenes.
Die klassifikatorische Abstraktion und Begriffsbildung erfordert, dass von bestimmten Eigenschaften des Gegenstandes der Beobachtung abgesehen wird.
In die begriffliche Abstraktion geht nur ein Merkmal oder ein Komplex von Merkmalen ein, wie ihn dieser Gegenstand mit anderen Gegenständen gemeinsam hat.

Begriffsinhalt via Begriffsumfang
Begriffsinhalt ist die Menge der Eigenschaften, die die Elemente einer Klasse kennzeichnen und von Elementen anderer Klassen unterscheiden.
Begriffsumfang ist die Menge der Elemente die die entsprechenden Eigenschaften besitzt.
Nach anderer Definition:
Begriffsumfang: Alle Gegenstände bzw. Objekte, die unter einen bestimmten sprachlichen Ausdruck fallen (gehören).
Begriffsinhalt: Die Merkmale der Bedeutung des Ausdrucks bzw. die Eigenschaften der Objekte, die in den Begriffsumfang fallen.


Methoden der Überwindung von was?
1. Das Gemeinsame suchen, eine Gemeinsamkeit suchen--->Kern
z.B. Demokratie, was haben alle diese Ausdrücke gemeinsam
2. Indizierung, x1, x2, x3..sagen welche Bedeutung man verwendet
D1, D2, D3, D4..Dn also Aufzählung der Begriffe
z.B. liberale, pluralistische Demokratie, Volksdemokratie
Angabe der Verwendungsweise, des Gebrauches eines Ausdruckes. Welche Kriterien werden verwendet? Anwendungsbedingungen?
3. Entscheidung für bestimmten Begriff oder für bestimmt Verwendungsweise. Aufgliedern der Methode in ihre Bestandteile. Auszeichnung, Hervorhebung mittels Argument.
Zeigen, dass die eigene Verwendungsweise einen Vorzug hat (mit Argumenten).
Vergleich der Methoden.
Induktion ist Schluß vom Besonderen auf das Allgemeine
Deduktion- aus einem allgemeinen Satz den Einzelfall ableiten.

Empirische Wissenschaften, Naturwissenschaften, Geisteswissenschaften, Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften. Hier Realbezug damit Gegenstand bzw. Objekt 1. Ordnung
Erkenntnissubjekt-Erkenntnisobjekt
Erkenntnisobjekt Wissenschaft, damit 2. Ordnung also Metawissenschaft


Grundbegriffe der Wissenschaften
1. Begriffsbildung, Klassifikation, Definition, was ist zweckmäßig?
2. Aussagen, Hypothesen, Theorien, Gesetze(saussagen) stellen Zusammenhänge dar. Wenn-dann. Sätze, die einen Wahrheitswert haben,die wahr oder falsch sind, die einen bestimmten Wahrscheinlichkeitsgehalt haben.
Wissen, Erkenntnis. Grundaufgaben hier: Beschreibung, Erklärung, Begründung, Deskription, Prognosen, (Mit)-Gestaltung bzw. ethische Wertung umstritten.
(Historiker-->Prognose-->Moralist)
Beschreibung: Längsschnitt-historisch, Querschnitt-was jetzt ist
3. Logik im Sinn von Schlußfolgerungen, Schlüsse
z.B.: Marx, Prognose der Revolution in Industriestaaten, tatsächliche Revolution aber in Bauernstaaten wie Rußland und China. Falsche Prognosen, da falsche Voraussetzungen.

Sätze
Unterscheiden zwischen Aussagen und Nichtaussagen
Aussagen: Aussagensätze, Feststellung von Sachverhalten. Behauptungssätze oder Deklarativsätze sind Sätze für die es sinnvoll ist von wahr oder falsch zu reden. Einen Wahrheitswert zuordnen Man muß hier von Wissen oder Erkenntnis reden bzw. von Wissenschaft. Gewisse Wahrscheinlichkeit.
Nichtaussagen: Fragen, Bitten, Befehle, Aufforderungen sind technische oder moralische Anweisungen, Normen (Aufforderung zu bestimmtem Verhalten) Gebrauchsanwendung
1. technische Normen, nichttechnische Normen sind Instruktionen um Ziel zu erreichen, damit Objekt funktioniert.
2. sittliche Normen, brav, hilfsbereit sein

Unterscheidung Realwissenschaften via Formalwissenschaften
Realwissenschaften mit Realbezug (empirische Wissenschaften wie Naturwissenschaften, Geisteswissenschaften, SoWi, WiWi) via apriori Erkenntnisse.
Formalwissenschaften wie freie Mathematik, Statistik, Logik, freie Schöpfung des menschlichen Geistes. Es werden hier 1. Zeichenmengen und Vokabeln und 2. Regeln zum Umgang mit den Zeichen festgelegt.


Analyse von Voraussetzungen:
• Philosophische Voraussetzung-z.B. warum gibt es etwas, warum gibt es nicht nichts?
• Nichtwissenschaftliche (vorwissenschaftliche Voraussetzung) z.B. Urknall
• Wissenschaftliche Hypothesen, Aussagen, die Gegenstand von Überprüfungen sind.

Wissenschaft, Wissenschaftstheorie
Externe Anstöße kommen von außerhalb, z.B. Marx'sche Theorie. Das gesellschaftliche Sein bestimmt das Bewußtsein.
Interne Anstöße z.B. im Rahmen der Philosophie, Anstöße kommen von innen.

Semiotik
1. Syntaktik-Ausdrücke ohne Bedeutung, Zeichenreihen z.B. in den Formalwissenschaften, Mathematik
a. Vokabular, Zeicheninventar, Menge der alltagssprachlichen bzw. umgangssprachlichen Ausdrücke und Ausdrücken einer spezifischen Wissenschaftssprache.
b. Regeln für den Umgang mit diesen Zeichen. Zulässige Zeichenfologe in S (beliebiges System) der zulässige Ausdruck in S falls die Regeln unter (b) angewendet werden. Bildungsregeln, Formationsregeln z.B. Aussage (Hypothese einer Theorie). Unterscheiden hier zwischen Regeln der gewöhnlichen Grammatik und den Regeln einer logischen Grammatik. Siehe dazu auch "Sätze".
2. Semantik = Lehre von der Bedeutung der Zeichen (Realbezug)
Ideographisch? Ideographie? "Kollektographie"?
3. Pragmatik: Lehre von den Benützern der Zeichen, pragma gr. der Zweck, zu welchem Zweck wird das Ganze gemacht?

Gegenüberstellung der Physik zu den Sozialwissenschaften
Physik ist bezogen auf tote Objekte, diese werden erforscht, z.B. Mond ist kein Handlungsträger. Hier All-Sätze im Sinne von Popper.
SoWi: Hier Subjekte, Aussagen werden wahrgenommen und verhalten sich anders als wenn sie es nicht gehört hätten. Ergebnisse hier sind empirische Generalisierungen. z.B.: Je größer die Zahl der Geschwister, desto schlechter die Schulleistungen. Self-fulfilling prophecies, self destroying prophecies.

"Begriff"-körperliche Metapher, alte Begriffe sind es oft. z.B. Organisation.
Denken, Hantieren mit Symbolen, probehandeln.
Begriff als Saugnapf, aber auch zum Herausgreifen und Zusammenfassen.
Theoretische Begriffe: z.B. Autoritäres Führungsverhalten in Diskussionen. Auswirkungen auf Ergebnis.

Nur aus Aussagen können Aussagen abgeleitet werden.
Schluß vom Sein auf das Sollen.
Aporie: Kant
Bolcano: Paradoxien des Unendlichen.

Axiom: Im alten oder klassischen Sinn ein evidenter Satz (Wahrheit kommt aus dem Satz selbst) Ein Grundsatz im System dessen Wahrheit einleuchtet.
Abgeleitete Folgesätze sind Theoreme.
Moderner Axiom-Begriff: Ist nicht Grundsatz sondern ausgezeichneter (hervorgehobener) Satz in System. Hat tragende Funktion bei Systemumbildung. Basale und abgeleitete Sätze sind gegeneinander austauschbar.

Analytische Philosophie (Kritischer Rationalismus) (Carnap, Stegmüller)

1. Die anthropologische Wende
Erkenntnissubjekt, -objekt, bezieht sich auf sich selbst.
2. Erkenntnistheoretische Wende, also Untersuchung des Erkenntnisinstruments, z.B. Verstand, (Verständnis?)
3. Sprachanalytische Wende, wenn man Sprache nicht als selbstverständlich nimmt. Sind die Fragestellungen sinnvoll?

Gewöhnliche Grammatik
Logische Grammatik
Schr..?..: Quod non est in experimento, non est in mundo.
Methodischer Positivismus.

Überprüfungsmöglichkeiten
-Technische Unmöglichkeit der Überprüfung
-Prinzipielle Unmöglichkeit der Überprüfung
-. Logische Unmöglichkeit
-. Naturgesetzliche Unmöglichkeit (wenn man Naturgesetze überschreitet).
-Die Unmöglichkeit einer (Nicht)-Überprüfbarkeit ist nicht nachweisbar. Überprüfbarkeit darf nicht für jeden Zeitpunkt ausschließbar sein.
-Die Überprüfbarkeit ist gegeben. Die Methode der Überprüfbarkeit ist noch nicht gegeben, noch nicht angebbar.
-Die Überprüfung ist angebbar, aber noch nicht durchführbar.
-Überprüfung ist durchführbar..

Wissenschaftstheorie
1. Wissenschaft über Wissenschaft = Metawissenschaft
2. Wissenschaftskritik: Methode und Instrument einer kritischen Untersuchung.
z.B. Weltuntergangsprognose: Statt Korrektur noch größere Gläubigkeit.
Bertrand Russell:
Konträres Denken: schwarz-weiß
Kontradiktorisch: nichtschwarz, Schattierungen

Deskriptive Aufgabe: In (durch) Beobachtungen, Wahrnehmungen, Erfahrungen, also Empirie Aussagen über die behauptete Wirklichkeit (Realität) das Sein machen. Dadurch Beschreibungen, Klassifizierungen, Erklärungen, Begründungen, Prognosen (wird sein). Ist-Zustände und Ist-Ereignisse die zu erklären sind.
Präskriptive Aufgabe: Ist normativ. Soll-Sein Sätze. Aufforderungen zu einem Verhalten. Wertvorstellungen.

Interpretation ist Veränderung.
Objektiver Wissenschafter oder Parteigänger?
Popper: Theoretizismus, Betrachtung im Lichte einer Theorie.
Unterscheidung von strukturierter Beobachtung (Wichtigkeit, Zusammenhänge, Gliederung) , und unstrukturierter Beobachtung.

Coret: "Metaphysik"

Direkte - Indirekte Beobachtung
Subjektiv: Eigener Bewegungszustand
Intra-subjektiv: Miterleben
Inter-subjektiv: Allgemein überprüfbar.

Rivalisierende Theorien. Die erklärungskräftigere, leistungsfähigere Theorie gesucht. Isolieren und identifizieren der Theorie. Welche Theorie soll man herannehmen?
Letzte Erfahrung-letzte Erkenntnis? Experimentum crucis.
A posterioriismus- Aussage nur aus Erfahrung.
via Kant: Erkenntnis a priori.

Beobachtungssprache via theoretischer Sprache.

Welche Grundannahmen?
Kollektivistische Bezugsrahmen ("Scheinwerfer")

A. Marxismus
1. Stellung zu den Produktionsmitteln, "Kapitalist", "Proletarier", "Klassen"
2. Widerspruch der Produktionsverhältnisse, -kräfte, auch know how stecken in den Produktionsverhältnissen. Gesellschaft ist Bezugsrahmen. Gesellschaft besteht aus Klassen nicht Individuen, besteht letztlich aus Produktionsmitteln. Produktionskräfte werden von Produktionsmitteln entweder getragen oder gefesselt. Klassen durch Stellung zu den Produktionsmitteln definiert.


B. Strukturfunktionalismus, untersucht einen Teil der Struktur zur Erhaltung des Gesamtsystems. Hier wird der Beitrag des Einzelnen zur Aufrechterhaltung des Ganzen untersucht.
B1. Soziale Schichtung, Funktion zur Erhaltung der Struktur. z.B. Parsons, Durkheim. Funktion von Religion, Familie, Ehe..-Integrationsideologie, pronatalistisch-gegen Außenseiter. "Das jüdische Volk hätte ohne jüdische Religion nicht überlebt".
Systemtheorie, Familientherapie (ein Kind muß krank sein). Sündenbockphänomene.
B2. Arbeitsteilung, "organische Solidarität" (Durkheim, die einzelnen Organe können nicht überleben), Körper Metapher zur Legitimierung von Ungleichheit immer im Hintergrund. Parson (Physiologe). Wenn in einer Gruppe alle Mitglieder alles können ist die Chance größer, dass es auseinanderbricht.

Individualistische Bezugsrahmen

Nutzentheorie (Homans)
• Nutzen maximieren
• Schaden/Kosten minimieren

Reduktionismus: 'Gesellschaft' wird zum Beispiel nur auf psychologisch erworbene Kenntnisse zurückgeführt. Rationales Handeln wird unterstellt. Übertragung der Ökonomie auf Individuen. Nutzen wird subjektiv definiert ist keineswegs objektiv. z.B. angewendet auf Sexualität (amerikanische Analyse in einem Dorf).

Analogietheorien

Theorien dazwischen
Paradigmen, Lehrmeinungen, Bezugsrahmen
Literatur:Claessens (Anthropologe): Gruppen und Gruppenverbände. Imponiergehabe-Trommeln auf der Brust.

Menschen können nur vergesellschaftet existieren.
Gruppentheorie. Versuch einen gemeinsamen Willen zu entwickeln.
Verschiedene Mechanismen.
Gruppe hat Zwang zur Selbstdarstellung nach außen. Entwicklung von eigener Gruppendynamik. Je nachdem welchen Bezugsrahmen man verwendet kommt man zu dem oder dem Ergebnis.
Gruppe- Bild eines Außenfeindes ? Feind muß nicht existieren.
Science Fiction- Außerirdische Bösewichte.
Wenn eine Gruppe auf organischer Solidarität beruht braucht sie keinen Außenfeind.
Mechanische Solidarität.

Gegenüberstellung innerhalb des kollektivistischen Bezugsrahmens von Marxismus und Strukturfunktionalismus.

Marxismus:
Widerspruch als Motor der Geschichte.
1. Widerspruch zwischen Produktivkräften (auch Intelligenz) und Produktionsverhältnissen.
2. Klassen (durch Stellung zu den Produktionsmitteln definiert)
3. Konzepte der Entfremdung.
Anthropologischer Entfremdungsbegriff:
Hier Annahme einer menschlichen Natur die gewisse Bedürfnisse hat ("Entfremdung von sich selbst"). Kritik an Arbeitsteilung.
Soziologischer Entfremdungsbegriff: Verselbständigung des Produkts. Macht über den Produzenten. • (Groß)-Technik, • Bürokratie, • Kapital (Geld, das sich verwerten lässt gegenüber Geld als allgemeiner Ware), • Religion.
Arbeitsteilung (Warenproduktion) ist negativ besetzt und produziert Entfremdung.

Strukturfunktionalismus- Wichtig hier der Begriff der Integration
E. Durkheim
T. Parsons
Radcliffe-Brown
Grundansatz ist Harmoniebedürfnis. Untersuchung eines Teils zur Unterstützung des Ganzen (der Gesamtstruktur).
1. z.B. Religion, Integrationsideologie (Abgrenzende Vorschriften durch Stifung von Gemeinschaft).
2. pronatalistisch: z.B. Ehe, Familie, juristisch-religiöse Regelung des Geschlechtsverkehrs. (Vom Brautkauf zum Sakrament der Ehe). Lit: Levi-Strauss, Bourdieu.
Inzesttabu.
Die Exogamie-Hinausheirat. Matrilinear- die Linie wird über die Mutter geführt. Exogamie wichtig um Gesellschaft zu bilden.

Notizen zu einer Vorlesung im WS 1987 von Prof. Wohlgenannt, Universtität Linz

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